Die Umwelt hat angerufen und gesagt, das Internet verbrauche zu viel Strom.

Der bewusste Umgang mit Ressourcen wird oft nur einseitig gedacht. Die meisten denken an Ökostrom, regionale Produkte kaufen, Plastikmüll vermeiden, recyceln, eingeschränkter und bewusster Konsum, CO2 vermeiden, weniger Fleisch essen usw. Aber an digitale Nachhaltigkeit denken die wenigsten.

In den 1970er Jahren hat schon Dieter Rams – the godfather of geilem Produktdesign – die These aufgestellt, dass gutes Design umweltfreundlich sein müsse. Genau da setzen wir als (UX/UI-)Designer, Developer & Programmierer an. Es ist unsere Mission, nicht nur geile Designs rauszuhauen, sondern unsere digitalen Produkte, Anwendungen und Services nachhaltig zu gestalten.

Stromfresser Internet

2007 war die Welt noch einigermaßen in Ordnung: Das Internet machte global gesehen rund 3,7 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs aus. Im Jahr 2012 lag der weltweite Verbrauch schon bei 4,6 Prozent.[1] Das klingt erst mal gar nicht sooo viel. Immerhin noch unter 5 Prozent, könnte man argumentieren.

Wäre das Internet aber ein Land, so läge es im internationalen Vergleich des Stromverbrauchs leider ziemlich weit oben im Ranking. Zwar „erst“ auf Platz sechs hinter China, den USA, der gesamten Europäischen Union sowie Indien und Japan. Aber wir sprechen hier auch immer noch von mehr als 890,100,000,000 kWh pro Jahr. Etwa so viel verbraucht Russland jährlich.[2]

Stromverbrauch der Server und Rechenzentren verringern

Die Lösung? Server und Rechenzentren komplett auf Ökostrom umstellen? Ja und nein. Denn bei digitaler Nachhaltig geht es nicht nur um „green hosting“. Es geht um Daten und Design. Lange Zeit war digitale Nachhaltigkeit noch kein großes Thema und auch kein Kriterium, anhand dessen Design bewertet wurde. Dabei können Designentscheidungen einen wesentlichen Einfluss auf den Energieverbrauch haben.

Sustainable Web: So geht digitale Nachhaltigkeit

Es ist eigentlich ist es eine ganz einfache Gleichung. Daten = Energie = Emissionen.

In den letzten Jahren hat die Datenmenge im Internet enorm zugenommen, weshalb auch der Energiebedarf drastisch gestiegen ist. Viel zu viele Webseiten sind riesig.

Waren vor etwa zehn Jahren Webseiten noch süße 0,5 MB klein, gibt es heute einige Webseiten, die zum Teil bis zu 5 MB groß sind.[3] Grund dafür sind aber nicht die Inhalte – also HTML –, sondern die vielen Fotos, Videos, Animationen etc. Dadurch werden Webseiten unnötig vergrößert, der Energieverbrauch durch die Verarbeitung steigt. Je größer die Seite, desto mehr Daten, die hoch- und runtergeladen werden müssen.[4] Mehr Daten = mehr Energie = mehr Emissionen. Dabei könnte viel Energie z. B. durch die Komprimierung von Bilddateien eingespart werden.

Less bzw. small is more.

Green Web

Wir entwerfen Designs für nachhaltige Webseiten, um unseren Beitrag zur digitalen Nachhaltigkeit beizutragen.

We make it digital. We make it sustainable.


[1] Heddeghem, V. W., S. Lamber, B. Lannoo, D. Colle, M. Pickavet, and P. Demeester. 2014. Trends in worldwide ICT electricity consumption from 2007 to 2012. Computer Communications 50: 64–76 sowie Aslan, Joshua et al.: Electricity Intensity of Internet Data Transmission: Untangling the Estimates (Journal of Industrial Ecology, 2018

[2] https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/rankorder/2233rank.html

[3] https://page-online.de/branche-karriere/lasst-uns-das-internet-gruener-machen/#GruenesWebLinks

[4] https://page-online.de/branche-karriere/lasst-uns-das-internet-gruener-machen/#GruenesWebLinks