Wie viel CO2-Emissionen das Internet generiert und wie man den Stromverbrauch von Webseiten verringern kann.

Im Privaten versuchen viele Menschen, durch bewussteres Konsumieren oder Umstellungen klimafreundlicher zu leben. Viele kleine Dinge im Alltag können schon Großes bewirken: Öfter mal das Auto stehen lassen und die Öffis nutzen. Regionale Produkte statt Avocado und Co., Jutebeutel statt Plastiktüten oder gleich ganz unverpackt einkaufen. Das flüssige Shampoo aus der Plastikflasche wird aus dem Badezimmer verbannt und nur noch festes Shampoo verwendet. Eis gibt’s nur noch in der Waffel statt im Becher. Die Kinder sind Teil der Fridays for Future, die Eltern arbeiten in papierlosen Büros und stellen auf Ökostrom um.

Klimasünder Webseite?

Aber große Dinge, können noch viel Größeres bewirken! Und wenn wir schon beim Thema Strom sind: Wir alle nutzen und lieben ja das Internet. Ganz ehrlich, könnten Sie noch ohne das Internet leben?

Geht irgendwie, ja, klar, aber geil ist das nicht. Aber so richtig grün und klimafreundlich ist das Internet vielfach leider nicht. Ein Großteil der Webseiten sind richtige Klimasünder.

Das Internet verbraucht viel Energie

Mal eben schnell was googlen, Mails checken, ein Bild posten, Nachrichten lesen, mit der Mama skypen, der Freundin eine WhatsApp schicken oder die neue Netflix-Serie suchten. Verbraucht alles Energie. Und zwar nicht zu knapp. Laut dem Unternehmen Google hat jede Suchanfrage einen Stromverbrauch von 0,3 kWh. Weltweit gibt es pro Sekunde 40.000 Suchanfragen.[1] Da kommt einiges zusammen.

10.000 Klicks = 3,7 Sumo-Ringer

Das Borderstep Institut hat zum Beispiel errechnet, dass im Jahr 2017 allein in Deutschland Server und Rechenzentren insgesamt 13,2 Mrd. kWh Strom verbraucht haben. Das ist in etwa so viel wie die Stadt Berlin jährlich verbraucht. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Privathaushalt verbraucht circa 2.500 kWh Strom.[2]

Eine Webseite, die über den Zeitraum eines Jahres monatlich ± 10.000 Mal aufgerufen wird, verbraucht im Schnitt 553 kg CO2.[3] Das ist das gleiche Gewicht wie 3,7 Sumo-Ringer. Es wird dieselbe Menge an Kohlenstoff produziert, die 26 Bäume in einem Jahr absorbieren.

Das Internet belastet die Umwelt mehr als Fliegen

Das The Shift Project, eine französische Non-Profit-Organisation, schätzt, dass die gesamte Informations- und Kommunikationstechnik circa 3,7 Prozent der Treibhausgasemissionen weltweit verursachen. Das sind mehr als doppelt so viel Emissionen wie durch Flüge verursacht wird.[4] Wie viele Bäume dafür gepflanzt werden müssten, um den CO2-Fußabdruck auszugleichen … ?

Wie kann man das Internet nachhaltiger und grüner machen?

Mit Webdesign! Denn es sind nicht die HTML-Codes, Javascript & Co, die Webseiten aufblähen und somit viel Strom fressen. Es sind die Datenmengen, die sich auch durch das Webdesign regulieren lassen. Wir entwerfen Designs für nachhaltige Webseiten, um unseren Beitrag zur digitalen Nachhaltigkeit beizutragen.

We make it digital. We make it sustainable.


[1] https://www.swr.de/wissen/20-jahre-google-umweltfacts-zu-suchmaschinen/-/id=253126/did=22378814/nid=253126/d2azhl/index.html

[2] https://www.eon.de/de/eonerleben/warum-der-stromverbrauch-im-internet-die-umwelt-genauso-belastet-wie-der-weltweite-flugverkehr.html

[3] https://www.websitecarbon.com/

[4] https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/stromfresser-internet-was-unser-digitalkonsum-an-energie-kostet/25182828.html